I AM HYDRO CAMerasystem

Vollintegriertes Unterwasserkamerasystem

Durch unsere langjährige Erfahrung im Bereich des Unterwasser-Kameramonitoring mit unterschiedlichsten Kamerasystemen, die Unzuverlässigkeit vieler Systeme, schlechte Bildqualität, umständliche Bedienung und teilweise sehr hohe Anschaffungskosten sind nur einige der Gründe, weswegen I AM HYDRO ein eigenes Unterwasserkamerasystem entwickelt und auf den Markt gebracht hat. Die I AM HYDRO CAM wurde speziell für das Monitoring von Fischen mit unseren Ansprüchen an Datenqualität entwickelt und ist auf den Dauereinsatz im Gewässer, eine hohe Benutzerfreundlichkeit und Verlässlichkeit ausgelegt.

Das System basiert auf robusten und hochwertigen Einzelkomponenten und bietet dem Anwender eine Vielzahl von Möglichkeiten, ohne dafür auf zusätzliche Software zurückgreifen zu müssen. Die Daten werden lokal gespeichert, können aber bei Bedarf jederzeit auch online eingesehen, heruntergeladen oder direkt ausgewertet werden.


Die mittlerweile dritte Modellgeneration findet bisher Anwendung in über 20 Installationen in Europa und Skandinavien von norwegischen Fjorden, deutschen Tieflandgewässern, bis hin zu österreichischen Gebirgsbächen.


Eine Unterwasserkamera, im wahrsten Sinn des Wortes kugelsicher.

 

Als Basis verwendet die HYDRO CAM das IP Kamerasystem S16 Dualflex des deutschen Herstellers Mobotix.

Das System verfügt über einen Tagsensor (Farbe) und einen getrennten Nachtsensor (S/W). Durch diese Kombination passt sich das System automatisch der Beleuchtungssituation an und liefert stets die bestmöglichen Videos und Bilder mit bis zu 6 Megapixel (3072 x 2048) Auflösung.

Die Sensoren sind sehr hochwertig und der Nachtsensor zählt zu den lichtstärksten, am Markt verfügbaren Infrarotsensoren. Die getrennten Sensoren ermöglichen ein Optimum an Bildqualität je nach Beleuchtung. Mobotix Kameras zeichnen sich durch Ihr spezielles Videoformat aus welches scharfe Einzelbilder in voller Auflösung auch bei schnellen Bewegungen erzeugt. 

Auch bieten die zwei unterschiedlichen Arten der im Kamerasystem integrierten Bewegungserkennung eine optimierte Erfassung der Bewegung im Gewässer und eine Reduktion von Fehlzählungen. 

Die multispektrale Beleuchtung des Kamerasystems besteht aus Weißlicht, Infrarot und Ultraviolett LEDs.

Jedes Spektrum kann einzeln angesteuert und die Intensität den Anforderungen entsprechend eingestellt werden. Die Infrarotbeleuchtung ermöglicht eine unauffällige Beleuchtung insbesondere bei Nacht. Das UV Licht verringert den Biofilmaufwuchs vor der Beleuchtungseinheit und kann zur indirekten Hintergrundbeleuchtung mittels floureszierender Oberflächen genutzt werden. Die Kameratechnik ist in einem vollständig wasserdichten Gehäuse untergebracht und mittels Kabel mit der Logger Box verbunden.

Das Gehäuse besteht aus einem hochfesten Kunststoff (Polyoxymethylen, kurz: POM) und wird aus einem Block CNC gefräst. Das Material zeichnet sich durch seine Härte, Festigkeit und Abriebfestigkeit aus und ist somit ein idealer Werkstoff für den dauerhaften Einsatz im Gewässer.

Ein mehrschichtiges Laminat-Sicherheitsglas bietet ausreichenden Schutz gegen äußere Beanspruchung, wie sie u.a. beim Geschiebetransport oder durch durch Geschwemmsel auftreten können. Sollte dennoch ein Bruch einzelner Schichten im Glas auftreten, so bietet die Kunstofflaminierung so eine zusätzliche, elastische Barriere gegen das Eindringen von Wasser.

Die sogenannte „Logger Box“ ist der Gegenpart zum Kamerasystem, beinhaltet die Steuerung und Stromversorgung und wird oberhalb der Wasseroberfläche installiert. Sie bietet Anschlüsse für den Betrieb von bis zu zwei externen Kameragehäusen, einen Netzwerkanschluss, einen SMA Anschluss für eine externe LTE und WiFi Antenne, sowie einen Anschluss für Stromversorgung. Weiterhin das Modem hier integriert.

Alle externen Anschlüsse entsprechen der IP68 Schutzklasse und können daher im Freien installiert werden. 

Die Kamera und Loggerbox verfügen über unterschiedliche Montagemöglichkeiten am Gehäuse. So sind am Kamerasystem seitlich Bohrungen mit Innengewinde (M8) angebracht und Bohrungen für eine frontale Montage in den Ecken vorhanden.

Das Kamerasystem kann somit einfach und sicher auf Oberflächen, an einem Schienensystem oder hängen in stehenden Gewässern instaliert werden.

In die Loggerbox ist ein Modem zur mobilen Datennutzung (2G/3G/4G) integriert (SIM Karte wird benötigt). Dadurch ist ein Fernzugriff mittels mobiler Datennutzung, WiFi oder Netzwerk auf das System möglich.

Das System wird durch ein Netzwerkkabel PoE+- (Power over Ethernet), 230V Wechselstrom oder 10-48V Gleichstrom versorgt. Ein Betrieb als Insellösung mittels Batterie, Solar oder einem Windgenerator ist möglich. Das System kann vollständig ohne zusätzliche Software betrieben werden.

Die Steuerung der Kameras, Beleuchtung und der Bewegungserkennung kann mittels Webinterface über Browser vorgenommen werden und ist intuitiv. Die Kameras können dort als Live-Stream, im Daueraufnahmebetrieb oder im Event-Aufzeichnungsmodus betrieben werden. In letzterem werden nur bei Bewegung innerhalb eines definierten Sichtfeldes Videos aufgezeichnet. Der hierfür zur Verfügung stehende MXActivitySensor, sowie die integrierte Bewegungserkennung, können nach erfolgter Kalibrierung das Videomaterial ohne Bewegung auf ein Minimum reduzieren. Mittels kostenloser Software zu Datenmanagement und -auswertung MxManagementCenter (Mobotix) können die Daten verwaltet, ausgewertet und auf einen Computer oder eine externe Festplatte exportiert werden.

Die Auswertung der Daten kann nach Datensicherung lokal erfolgen, bei einer ausreichenden mobilen Verbindungsqualität (mindestens 3G) kann die Auswertung auch effizient über den Fernzugriff erfolgen ohne dabei das Material zeitaufwändig herunterladen zu müssen. Eine Auswertung über den Fernzugriff verbraucht auch deutlich weniger Datenvlumen im Vergleich zum regelmäßigen Datendownload.

Das System wurde speziell für das Monitoring von Fischen entwickelt. Zu den Einsatzbereichen im Süßwasser zählen neben dem Monitoring und der Fischbeobachtung in Fließgewässern, die Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Fischaufstiegsanlagen sowie die Überwachung von Bypassöffnungen und der Überprüfung von Reusen und Zählbecken. 

Die Kameras sind für einen dauerhaften Einsatz auch unter hohen Belastungen wie Treuibgut und Geschiebetrieb in alpinen Gewässern ausgelegt. In stehenden Gewässern finden die Kameras beispielsweise Anwendung in der Erfassung von Fischen welche eine geöffnete Reuse oder Netzkehle durchschwimmen. 

Alle verwendeten Materialien Stecker und Verbindungen sind sowohl Brack- als auch Meerwasser geeignet. 

Das System ist so konzipiert, dass es wenig Raum beansprucht und auch an bestehenden Anlagen einfach nachgerüstet werden kann.